Konzept "Stressregulation"

Konzept zur Stressregulation

 

Die Gesunderhaltung der Kinder beinhaltet neben Ernährung und Bewegung ebenso eine Hinführung zu Stressregulation und Bewältigung von Stress, der im schulischen wie häuslichen Umfeld nicht zu vermeiden ist. Daher ist das Wissen um Faktoren, die Stress hervorrufen, ebenso wichtig wie Strategien, die es zu erlernen gilt, um diese zu minimieren.

Die Umsetzung dieser Ideen erfolgt, wie auch bei Ernährung und Bewegung, in den Bereichen:

  • Schule und Unterricht
  • Elternarbeit
  • TroGaTa
  • Projekte und Aktionen

Im Unterricht wird den Kindern eine entspannte Lernsituation geboten. Regeln und Rituale tragen dazu bei, eine angenehme Atmosphäre herzustellen und beizubehalten und verhindern so Stressmomente. Dazu gehören Planung und Rhythmisierung des Schulalltags ebenso wie Stilleübungen mit Hilfe von Triangel, Regenmacher, Ruhemusik etc. Das Frühstücksritual ggf. mit Entspannungsmusik und Vorlesen trägt ebenso dazu bei, wie die Gesprächsrunden zu Beginn (und am Ende) einer Unterrichtswoche. In den Unterricht werden immer Elemente eingebaut, die Stress regulieren, indem sie aggressionsfrei Spannungen ausgleichen, die Konzentration wieder aufbauen, die Selbstakzeptanz durch intensivere Selbstwahrnehmung stärken und somit zu mehr Ruhe und zu besseren Lernvoraussetzungen führen.

 

 

Dabei stehen folgende Ziele im Vordergrund:

 

Zum einen geht es darum, eine augenblickliche starke körperliche oder/und psychische Erregung zu dämpfen, zum anderen sollen grundlegende Erfahrungen für taktile Körperwahrnehmung intensiviert werden, wobei das Ausprobieren und der Spaß und nicht eine Ziel- und Leistungsbetonung im Vordergrund stehen. Ein intensiver Partnerkontakt fördert Sozialkontakte und das Gemeinschaftsgefühl, wodurch das Klassenklima verbessert wird und sich Konflikte und Aggressionen verringern. Zudem nimmt der Lehrer an diesem Prozess teil und wird nicht nur als Wissensvermittler erlebt.

Konkret sind das je nach Situation Elemente aus Rhythmik und Brain Gym oder Fantasiereisen, Streichelmassagen, Singen mit Bewegung und Kimspiele. In den Pausen tragen Spielangebote, Bewegungsmöglichkeiten wie z.B. die Kletterlandschaft und das Kleinspielfeld und ein Sinnenweg zu einer entspannten Atmosphäre bei.

Gewalt und Streit begegnen wir, indem wir durch das Curriculum „Faustlos“ Strategien einüben, die uns helfen im schulischen Alltag gewaltfrei miteinander umzugehen.
 (z.B. durch das Erlernen der Giraffen- und Vermeidung der Wolfssprache). Um Streitsituationen zu begrenzen, werden gegebenenfalls Verträge zwischen den Kindern geschlossen (Reflexion der Woche, Vergabe von Smileys, Einübung der erarbeiteten).

In den 4. Klassen werden durch das Team „Skills4 Life“ (externer Anbieter) an zwei Tagen Strategien zum Sozialtraining durchgeführt, wobei vor allem auch soziale Kompetenzen entwickelt und gestärkt werden sollen.

Nicht zuletzt soll auch ein Wissen über Stress bei den Kindern angebahnt werden. Vor allem werden Stressfaktoren im Gespräch benannt und die Kinder haben im Unterrichtsgespräch Gelegenheit, sich frei zu ihrer Befindlichkeit zu äußern und so auch wahrzunehmen, dass Stress sich auch auf Körper und Verhalten negativ auswirken kann. Da dies eher eine theoretische Dimension des Problems darstellt, wird dieses Wissen immer dann, wenn möglich, auf die Ebene der Kinder heruntergebrochen.

Ein hoher Geräuschpegel ist für alle gesundheitsschädlich. Um die Kinder zum Thema Lärm zu sensibilisieren haben wir eine Lärmampel angeschafft. Wird es lauter als erwünscht (65 Dezibel) springt die Ampel auf gelb. Nimmt der Krach überhand (80 Dezibel), so zeigt sie rot.